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::lombok:: mehr als nur gili islands

zweifelsohne ist bali die berühmteste insel indonesiens.
weit unbekannter, aber mindestens genauso schön, ist die östliche nachbarinsel lombok.
zwar kommen die meisten bali-urlauber auch nach lombok, mehr als die gili islands sehen sie aber meist nicht. kein wunder, diese kleine inselgruppe gilt als besonders beschaulich: statt autos gibt es nur kutschen. von bali aus ist sie schnell und vor allem easy per fastboat zu erreichen.

viel lohnenswerter als die überlaufene inselgruppe aber ist ein abstecher in den süden lomboks, nämlich nach kuta. dorthin zu gelangen, gleicht einer weltreise für sich.
per fähre, die laut diversen reiseführern für ihre unglücke und brände bekannt ist (sie soll DIE fähre in indonesien sein, die am häufigsten brennt) gehts nach lombok, von dort müssen sich reisende die weiterfahrt meist selbst organisieren.
zugegeben: die anreise ist um einiges stressiger als die fahrt auf die gili islands. in kuta angekommen, vergisst man das aber sofort: unberührte traumstrände, kaum touristen, freundliche leute und vor allem: abenteuerliche tage durften wir dort erleben.
nur wenige strände sind zu fuß zu erreichen, der weg ins wahre paradies führt über steile schotterstraßen, die mit mopeds befahren werden. also, schnell moped organisieren, hoffen, dass zumindest die bremsen funktionieren (wenn schon nicht licht, treibstoffanzeige und tacho ...) und losgefahren. mehrmals fast gestürzt, viele male verfahren, doch noch an einigen postkartenstränden angekommen, tag beendet.
nicht, ohne viel zu viel getankt zu haben und am ende noch unterstellt zu bekommen, man habe kratzer in das moped gemacht und sollte nun dafür aufkommen. tipp: immer das gefährt vor rückgabe fotografieren!
am abend im warung dann die warnung der locals: nicht in der nacht raus, denn zwei dörfer streiten gerade mit einem anderen dorf, es wurde schon ein mann erschossen.
und nach der abreise dann eine nachricht von einem bekannten, der noch länger in kuta, lombok geblieben war: man habe drei männer geköpft und deren häupter am straßenrand aufgestellt. ihnen wird unterstellt, kinder entführt zu haben. die kinder seien nicht mehr aufgetaucht, man vermutet organhandel oder rituale. er habe keine angst, aber es sei eine komische stimmung in kuta.
von zu hause aus haben wir dann mal den ort gegoogelt - und siehe da: es gibt unzählige forenbeiträge über die gefährlichkeit von kuta, lombok. scheinbar werden dort auch touristen überfallen usw.

::fazit::
wir würden sofort wieder nach kuta fahren. der ort ist traumhaft schön, die natur noch weitgehend unberührt, die leute sehr, sehr nett und vor allem: die strände sind wow, wow, wow. bislang ist der ort ein geheimtipp für surfer und irgendwie wünscht man auch, dass kuta ein kleiner geheimtipp bleibt. massentourismus macht viel kaputt, also psssst, nicht zu vielen leuten erzählen ...
zu keinem zeitpunkt hatten wir angst, im gegenteil: nirgendwo waren wir so "nah" an den locals, nirgendwo hatten wir so viel kontakt mit ihnen wie in kuta.
vorsicht lohnt sich immer und auftreten ist alles: wenn man seinen "reichtum" protzig zur schau stellt, muss man damit rechnen, überfallen zu werden, auch an anderen orten der welt, auch in deutschland oder österreich. den beitragsschreibern aus den foren, die in kuta überfallen wurden, möchten wir das nicht unterstellen.
aber: wir haben uns nicht unsicher und unwohl gefühlt. der versuch, uns mit dem moped über den tisch zu ziehen, war harmlos und der vorwurf löste sich in luft auf, als der mopedbesitzer bemerkte, dass wir nicht darauf einsteigen. also: hinfahren und dieses kleine paradies genießen.

::facts::
:hinkommen: kuta ist im süden lomboks. es gibt einen flughafen in lombok, aber auch per fähre (ca. sechs stunden, fahren nach lembar) erreicht man die insel von bali aus. in bali organisieren händler die tickets und die anreise zur fähre. preise vergleichen und handeln lohnt sich.
auf lombok angekommen, lohnt es sich, die weiterfahrt nach kuta auf eigene faust zu organisieren. natürlich bieten findige händler an, die weiterreise zu organisieren, dafür zahlt man aber meist mehr.
privatautos bieten transporte an, in der regel wird über den preis verhandelt, dann gehts los.
:dableiben: in kuta gibt es viele unterkünfte, wer nicht zu hohe ansprüche hat, findet dort immer ein bett
:reisezeitraum: von mai bis september ist trockenzeit, wir waren zu beginn der regenzeit, ende oktober. es hat täglich kurz, aber heftig geregnet. ansonsten war es angenehm warm, insekten waren nicht lästig - der beginn der regenzeit ist also durchaus eine option.

//diegoldmarie// foto//sajo//

31.1.13 12:44

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